[16.03.2004] Flughafen-Bahnhof Köln/Bonn vor der Fertigstellung - Ab 12. Juni mit ICE und Regionalzügen nach „CGN“ · AIRail Frankfurt-Köln: 80.000 Passagiere · 90 Airlines und 30 Veranstalter bieten Rail&Fly
Bahn fahren und Fliegen ergänzen sich immer mehr. Mit dem künftigen Flughafenbahnhof Köln/Bonn, dem erfolgreichen Start von AIRail zwischen Frankfurt und Köln und erweiterten Codesharing-Abkommen optimiert die Bahn immer erfolgreicher die Schnittstelle zwischen Zug und Flug.

Mit dem Flughafen Köln/Bonn schließt die Bahn am 12. Juni nach Frankfurt am Main, Düsseldorf, Berlin-Schönefeld und Leipzig/Halle bereits den fünften deutschen Airport unmittelbar an ihr leistungsfähiges ICE- und InterCity-Netz an. Vier weitere – München, Hannover, Dresden und Stuttgart – sind mit der S-Bahn erreichbar.

Der neue Flughafenbahnhof Köln/Bonn wird nach der Eröffnung südliche Endstation der ICE-Linie Köln-Berlin und schafft damit beste Anschlüsse für ganz Nordrhein-Westfalen. Außerdem halten einige ICE in Richtung Frankfurt sowie zahlreiche Regionalzüge und S-Bahnen in der neuen Station.

In dem wegweisenden Projekt „AIRail“, das von den drei Partnern Deutsche Bahn, Lufthansa und Fraport realisiert wird, wächst die Bahn über die Rolle des einfachen Zubringers zum Flug hinaus. Sie wird direkt in die Reisekette integriert – komplett mit Check-in durch die Fluggesellschaft und Gepäckaufgabe an den Hauptbahnhöfen. Von Köln und Stuttgart fahren Lufthansa-Passagiere auf der Schiene in 57 bzw. 71 Minuten nach Frankfurt und steigen dort auf ihre Jets in alle Welt um.

Zehn Monate nach dem Start der AIRail-Strecke Frankfurt-Köln sind schon 50 Prozent aller Flugreisenden auf den ICE umgestiegen. Kürzlich konnte die Lufthansa ihren 80.000 ICE-Passagier auf dieser Verbindung begrüßen. Zwei der zuvor sechs Flugpaare wurden bereits eingestellt; auf den übrigen kommt kleineres Fluggerät zum Einsatz. Mit AIRail haben die drei beteiligten Partner unter Beweis gestellt, dass extrem kurze Zubringerflüge auf die Schiene verlagert werden können, wenn eine gute Infrastruktur vorhanden ist.

Außerdem baut die Bahn ihre Kooperation mit anderen Fluggesellschaften kontinuierlich aus. Ende Februar haben Deutsche Bahn und American Airlines das Angebot im Rahmen ihres Codeshare-Abkommens von 10 auf 15 deutsche Zielorte erhöht. Hinzu gekommen sind Essen, Dortmund, Kassel, Göttingen und Würzburg. Die Zubringer-Züge sind ideal an die Abflug- und Ankunftszeiten der American Airlines Flüge von und nach Dallas und Chicago angepasst. Neben American Airlines ist die portugiesische Airline TAP Air Portugal als ein weiterer Codesharing-Partner der Bahn an sechs deutsche Bahnhöfe angeschlossen.

90 weitere Fluggesellschaften aus aller Welt sowie 30 deutsche Reiseveranstalter kooperieren mit der Deutschen Bahn und bieten ihren Kunden im Rahmen von Rail&Fly den Bahntransfer zwischen Wohnort und Flughafen. Diese Leistung ist je nach Anbieter entweder im Reise- bzw. Ticketpreis bereits inklusive oder zu einem sehr attraktiven Preis optional buchbar.

Am Rhein-Main-Flughafen, der größten Luftverkehrsdrehscheibe Kontinental-Europas, feiert Ende Mai der Fernbahnhof seinen fünften Geburtstag. An der mit Abstand wichtigsten Schnittstelle zwischen Zug und Flug steigen täglich über 10.000 Reisende vom ICE oder InterCity in Jets in alle Welt um. Die Station mit ihrer spektakulären Glaskuppel sorgt nicht nur für die An- und Abreise der Flugpassagiere, sondern dient seit 2002 auch als eigenes Drehkreuz des DB-Fernverkehrs. Bahnreisende ohne Flugticket steigen dort von einem Zug in den anderen um. An guten Anschlüssen fehlt es nicht: 174 ICE und InterCity-Züge halten täglich am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens.
[Quelle: Deutsche Bahn]
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