[21.03.2004] Schwerer Unfall auf A 3 beeinträchtigt Verkehr auf ICE-Schnellbahntrasse - Wagen einer 34 Jahre alten Frau kommt bei Überholmanöver ins Schleudern - Wagen wird an der Böschung hochkatapultiert
Ein schwerer Unfall auf der A 3 hat am Morgen den Auto- und Zug-Verkehr beeinträchtigt. Um 8.15 Uhr hatte zwischen den Anschlussstellen Neuwied/Altenkirchen und Dierdorf in Fahrtrichtung Frankfurt eine Frau vor, mit ihrem VW-Polo einen Lastwagen zu überholen.

Bei hoher Geschwindigkeit geriet die Fahrerin laut Polizei mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. In der ansteigenden Böschung wurde das Fahrzeug regelrecht hochkatapultiert, durchbrach den anschließenden Wildschutzzaun und überschlug sich mehrfach.

Nachdem das Fahrzeug einen Jungbaumbestand auf eine Länge von etwa 60 Metern durchbrochen hatte, blieb der Polo schließlich - nur noch etwa zehn Meter von der ICE-Gleisanlage entfernt - auf der linken Seite liegen.

Die 34-jährige Fahrerin wurde mittels Rettungsschere von der Feuerwehr aus dem erheblich beschädigten Wagen herausgeschnitten und nach notärztlicher Versorgung am Unfallort mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Koblenz geflogen.

Eine unmittelbare Gefahr für den Bahnverkehr bestand nicht, obwohl einige Fahrzeugteile bis auf den Gleiskörper geflogen waren. Das ICE-Notfallmanagement wurde sofort informiert und leitete die entsprechenden Maßnahmen ein. Für die Dauer der Unfallaufnahme passierten die Züge die Unfallstelle mit stark reduzierter Geschwindigkeit.

Der Verkehr auf der A 3 wurde auf einem Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Bis zum Ende der Bergung des Unfallfahrzeuges, gegen 9.45 Uhr, hatte sich zeitweise ein Rückstau von bis zu drei Kilometer Länge gebildet.
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